Was ist FEMALE ATHLETE?
Das Projekt FEMALE ATHLETE hat sich zum Ziel gesetzt Athletinnen mehr Informationen zu allen Themen rund um die Frau im Leistungssport zur Verfügung zu stellen und damit für die Besonderheiten der weiblichen Physiologie zu sensibilisieren. Ebenso sollen durch Vorträge und Workshops auch Trainer*innen von den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen profitieren, um damit das Training für die Athletinnen noch effektiver gestalten zu können.
FEMALE ATHLETE wurde 2021 von vier Sportwissenschafterinnen aus Vorarlberg gegründet und wird vom ÖOC und IOC Solidarity unterstützt.

Dr. Antje Peuckert

Teresa Müllebner
Neuigkeiten

Lutealphase & Regeneration: Was der Körper von Athletinnen wirklich braucht
Manche Trainingseinheiten fühlen sich ungewohnt schwer an – die Muskeln brennen früher, der Schlaf ist unruhiger, und selbst nach einer Regenerationseinheit bleibt ein Gefühl von Erschöpfung.

Eisen & Leistung: Was Ausdauersportlerinnen über den stillen Leistungskiller wissen sollten
Manchmal ist die Ursache von Erschöpfung, sinkenden Trainingsleistungen und anhaltender Müdigkeit kleiner als gedacht – kleiner als ein Stecknadelkopf.

Wenn der Körper auf Reserve läuft: Was RED-S mit Athletinnen wirklich macht
Hartes Training, voller Einsatz – und trotzdem stagniert die Leistung? Anhaltende Müdigkeit, unregelmäßige oder ausbleibende Periode? Der Körper schickt möglicherweise ein wichtiges Signal. Die Sportwissenschaft kennt dieses Muster unter dem Begriff RED-S – Relative Energy Deficiency in Sport, auf Deutsch: relatives Energiedefizit im Sport.
Schwerpunktthemen für weibliche Athletinnen
- Physiologie: Hormone, Zyklus & Verhütung
Unser erster Schwerpunkt bildet die Basis und das Grundlagenwissen für einen Einblick in die Besonderheiten der weiblichen Physiologie. Hier werden beispielsweise folgende Fragestellungen geklärt:
- Ist ein Zyklus immer 28 Tage lang und der Eisprung in der Mitte des Zyklus?
- Welche Zyklusphasen gibt es und was hat es mit ihnen auf sich?
- Was sind die wichtigsten weiblichen Hormone, die den Zyklus regulieren?
- Bin ich leistungsfähiger, wenn ich die Pille durchnehme oder keine Blutung mehr habe?
- Was ist der Unterschied zwischen einer hormonfreien und hormonellen Verhütung?
Die weibliche Physiologie ist mit unterschiedlichen Zykluslängen und Temperaturschwankungen sehr facettenreich. Wir wollen die wichtigsten Hormone sowie unterschiedliche Hormonkonzentrationen im Verlauf des Zyklus erklären und in einen Zusammenhang zum Training bringen. Mit dem Wissen über hormonfreie und hormonelle Verhütungsmethoden kann das Training von Athletinnen noch individueller gestaltet werden.
- Tracking, Training & Regeneration
Zyklus-Tracking hat einen hohen Stellenwert – insbesondere junge Sportlerinnen profitieren davon ihren Zyklus besser kennenzulernen. Hierfür gibt es unterschiedliche Möglichkeiten: klassische handschriftliche Notizen im Kalender, Symptome in eine App eintragen oder auch die Temperaturmethode. Unser Team hat ein Zyklustagebuch entworfen, in dem neben verschiedenen physischen und psychischen Symptomen auch die Trainingseinheiten eingetragen werden können.
Immer öfter kommt der Begriff des „zyklusgesteuerten“ oder „zyklusorientierten“ Training auf. Wir wollen erste Ansätze aus wissenschaftlichen Erkenntnissen vorstellen, sowie einfache Umsetzungen für den praktischen Trainingsalltag vermitteln. Neben allgemeinen zyklusbasierten Trainingsempfehlungen liegt der Fokus vor allem auf der individuellen Trainingssteuerung und richtet sich nach dem persönlichen Empfinden der Athletin. Regenerative Maßnahmen orientieren sich an den vier unterschiedlichen Zyklusphasen und müssen ebenfalls individuell eingesetzt werden.
- Ernährung
Ernährungsthemen begegnen uns in fast allen Bereichen. Neben den Unterschieden in der Trainingssteuerung zwischen Männern und Frauen, ist es sinnvoll auch ernährungswissenschaftliche Besonderheiten genauer zu betrachten. Der Fokus liegt hier auf der Energiebereitstellung, bzw. der Energieverfügbarkeit. Eine zu geringe Energieverfügbarkeit spielt vor allem in gewichtsrelevanten und ästhetischen Sportarten eine große Rolle und kann sich zu einem RED-S (relatives Energiedefizit im Sport) entwickeln. RED-S ist ein Phänomen, dass häufig bei Frauen im Leistungssport auftritt, indem mehr Energie durch Training verbraucht wird, als durch die Ernährung aufgenommen wird. Mit der Aufklärung und anhand von einfachen Beispielsrechnungen, praktischen Tipps und Rezepten soll hier ein praxisnaher Einblick gegeben werden.
- Psychologie: Kommunikation und Emotion
Wie kommuniziere ich mit meinem Trainer bzw. meiner Trainerin über frauenspezifische Themen? Diese Frage stellen sich viele Athletinnen – bewusst oder unbewusst. Oft fällt die trainingsspezifische Kommunikation über Trainingspläne, Wettkämpfe, Saisonplanung und ähnlichem relativ leicht. Doch wenn es um den Zyklus, um Bauchkrämpfe oder andere Symptome während der Blutung geht, stellen sich viele Athletinnen die Frage „wie soll ich das nur ansprechen?“. Wir wollen Einblicke in die Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Trainer*in und Athletin zeigen und praxisnahe Tipps mitgeben.
Die unterschiedlichen Hormonkonzentrationen während eines Zyklus können bei manchen Athletinnen auch zu einer emotionalen Achterbahnfahrt führen, grade wenn Veränderungen im Alltag oder Stress eine Rolle spielen. Es ist nicht immer einfach auf emotionale Veränderungen einzugehen, weder als Athletin noch als Trainer*in oder Betreuer*in – doch oftmals hilft ein Einblick in die Physiologie und Psychologie, um besser mit verschiedenen Situationen umgehen zu können.
Wissensblog
Lutealphase & Regeneration: Was der Körper von Athletinnen wirklich braucht
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Angebote
Mit unserer sportwissenschaftlichen Expertise bieten wir gemeinsam mit unserem Team an Expert*innen aus den Bereichen Gynäkologie/Medizin, Ernährung und Psychologie verschiedene Workshops und Vorträge an. Die Workshops richten sich in erster Linie an die Kaderathletinnen der Olympiazentren und die Vorträge sind an die Trainer*innen und Betreuer*innen von Leistungssportlerinnen adressiert. Unser Zyklustagebuch kann dich dabei unterstützen die Informationen individuell für dich zu dokumentieren.

Du kannst unser Zyklustagebuch für 10,- Euro (zzgl. Versandkosten) bei uns per Email bestellen.

Für nähere Informationen zu den Workshops kannst du uns gerne über das Kontaktformular schreiben.

Der nächste Trainer*innenvortrag findet am 13.03.2023 am Olympiazentrum Öberösterreich in Linz statt.
Weitere Termine findest du hier.
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Expert*innen
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Bis zu 60 % aller Leistungssportlerinnen sind von Eisenmangel betroffen – und viele merken es erst, wenn die Trainingsleistung bereits spürbar gesunken ist. 🩸
Eisenmangel reduziert die Ausdauerleistung messbar um 3–4 % und senkt die maximale Sauerstoffaufnahme. Bereits ein latenter Mangel (normales Blutbild, aber niedriges Ferritin) beeinträchtigt Energie, Konzentration und Erholung – ohne dass ein klassisches Symptombild erkennbar sein muss.
Die gute Nachricht: Gezielte Diagnostik und Supplementation können die VO₂max um bis zu 15 % verbessern. Regelmäßige Blutabnahmen inkl. Ferritin gehören zur sportmedizinischen Grundversorgung jeder Athletin.
➡️ Alle Details und Studienquellen im Blogartikel auf femaleathlete.at
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Wenn Training in der zweiten Zyklushälfte ungewohnt schwer wirkt – das hat einen Grund. 🔬
In der Lutealphase verändert Progesteron die Art, wie der Körper mit Belastung und Erholung umgeht: Entzündungsmarker steigen nach intensiven Einheiten stärker an, die objektive Schlafqualität nimmt ab, und die wahrgenommene Anstrengung (RPE) ist bei gleicher Leistung höher – das belegen aktuelle Studien aus 2024–2026.
Das bedeutet nicht, in dieser Phase weniger zu trainieren. Es bedeutet, den Körper besser zu verstehen – und Regeneration gezielt zu priorisieren: ausreichend Protein, Schlafhygiene, individuelle Belastungssteuerung.
Mehr dazu im ausführlichen Artikel auf femaleathlete.at ➡️ (Link in Story)
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🩺 Zyklustracking im Leistungssport – Was die Forschung wirklich zeigt.
88 % der Sportler:innen und Trainer:innen erkennen, dass der Menstruationszyklus Training und Leistung beeinflusst. Doch weniger als ein Viertel des Betreuungspersonals integriert dieses Wissen aktiv in die Planung.
Die aktuellsten Studien (2024–2026) machen deutlich: Nicht der Hormonspiegel selbst, sondern die individuelle Symptombelastung ist der entscheidende Faktor – für Schlaf, Erholung und Wettkampfleistung. Symptombasiertes Tracking ist sinnvoller als die reine Phasendokumentation.
Was das konkret bedeutet und welche Empfehlungen sich daraus ableiten lassen, erklärt der aktuelle Blogartikel auf femaleathlete.at
#Zyklustracking #FemaleAthlete #Frauengesundheit #MenstrualHealthInSport #Leistungssport #WomenInSport
Hartes Training, voller Einsatz – und trotzdem stagniert die Leistung? Anhaltende Müdigkeit, unregelmäßige Periode, häufige Verletzungen?
Der Körper spricht. RED-S – relatives Energiedefizit im Sport – ist eine der häufigsten und am meisten unterschätzten Ursachen dafür. Aktuelle Studien zeigen: Bis zu 80 % der Athletinnen in Teamsportarten sind betroffen. Nicht weil sie zu wenig essen wollen – sondern weil der Energiebedarf eines intensiven Trainingspensums oft unterschätzt wird.
Was genau im Körper passiert, welche Warnsignale ernst genommen werden sollten und was wirklich hilft – der vollständige, wissenschaftlich fundierte Artikel ist jetzt auf femaleathlete.at zu finden.
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👀Präventive Maßnahmen gegen Kreuzbandverletzungen im Fokus!
Kreuzbandverletzungen bedrohen die Karrieren junger Athletinnen, sind aber vermeidbar. Studien zeigen, dass geschlechtsspezifische Trainingsumgebungen und kompetente Trainer entscheidend sind. Präventionsprogramme, die Bein- und Rumpfmuskulatur stärken und die Bewegungskoordination verbessern, können das Verletzungsrisiko um bis zu 30% senken. Funktionäre sind gefordert, in sichere und moderne Infrastrukturen zu investieren und damit den Leistungssport für Frauen nachhaltig zu gestalten.
👉 Diskutiere mit! Welche Maßnahmen sollten wir zur Unterstützung unserer Sportlerinnen ergreifen? Teile Deine Meinung und informiere Dich weiter über Präventionsprogramme! #StarkeFrauenStarkeKörper #FußballOhneVerletzungen #FrauenImSport
Unsere neue Infografik zu „Leistungssport und Brustgesundheit“ ist endlich da! Auf unserer Homepage kannst du sie ganz einfach runterladen ➡ www.femaleathlete.at
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Beim diesjährigen Karate Innovation Day des Karateverbands Vorarlberg stand ein zentraler Programmpunkt im Zeichen der Female Athlete. In einem kompakten Vortrag erhielten Athletinnen, Eltern und Trainer*innen wertvolle Einblicke in Themen wie den Einfluss des Menstruationszyklus auf Training und Regeneration, hormonelle Veränderungen in der Pubertät sowie wichtige Präventionsstrategien im Nachwuchssport.
Besonderes Augenmerk lag auch auf einer gelingenden Kommunikation und einem Coaching, das junge Athletinnen stärkt und ihre individuelle Entwicklung unterstützt.
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Was ist der Unterschied zwischen Gender und Sex? Wie gehen wir mit der Genderdebatte im Sport um? Fragen, die dich auch beschäftigen? Dann schau dir dazu die hervorragend recherchierte Doku von @krathzobernig in Sport am Sonntag des @orfsport an.
https://on.orf.at/video/14292262/sport-am-sonntag-vom-21092025






